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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verkaufen oder Reparieren? Alfa 159 SW Bj. 2006 2.4 JTDM



m0nKeY
18.01.2016, 10:48
Hallo liebe Alfisti,

ich bin nun seit 6 Jahren Alfa 159 Fahrer und Alles in Allem habe ich leider wenig Glück mit meinem Alfa gehabt. :cry: Zum Teil bin ich selber Schuld, zum Teil andere Verkehrsteilnehmer und zum Teil Alfa selber. Es handelt sich um einen Alfa 159 SW 2.4 JTDM Bj. 2006 mit 181.000 Km.

Schon vor 3 Jahren ist mir ein Rentner beim rückwärts aus der Einfahrt fahren, in die linke Seiten gefahren. Schaden an Türen und Heckstoßstange. Ab da war es natürlich ein Unfallwagen. Die Reparaturkosten waren ca. 5000 Euro. Wobei ich mir da nicht 100%ig sicher bin, müsste ich noch mal nach sehen.

Nun habe ich erst im Frühling 2015 versehentlich jemandem die Vorfahrt genommen und die Front meiner Bella ruiniert. ](*,) Weil die Stoßstange auch schon defekt war, habe ich das gleich mitmachen lassen. Die Reparatur hat mich ca. 1000 Euro gekostet, wobei das natürlich nicht bei einer Vertragswerkstatt durchgeführt wurde.

Als wenn das nicht genug wäre, machte die Kupplung Anfang des Winters Probleme. Defektes ZMS und Kupplung inkl. Ausrücklager. Außerdem mussten die Spurstangenköpfe getauscht werden. Da hatte ich schon überlegt den Wagen abzugeben, konnte mich aber dennoch nicht trennen und habe 2800 für die Reparatur hingelegt. :heul:

Danke dem Wintereinbruch ist mir dann gestern ein Audi A6 schön in die Seite gerutscht. Ähnlich wie beim ersten Unfall Schaden an Kotflügel und Türen...

Nun ist der Wagen nur noch zwischen 4000 und 6000 Euro wert und ich habe ja gerade erste 2800 für die neue Kupplung etc. bezahlt.... Ich weiß echt nicht was ich machen soll. Die Reparatur lohnt sich schon fast nicht. Ich überlege schon einfach die Reparaturkosten auszahlen zu lassen und mir irgendwo gebrauchte Türen zu besorgen.

Es wäre toll, wenn ihr mir ein paar Ratschläge erteilen könnt. Ich weiß nicht, was das Beste im Moment wäre. :-->>

elbart95
18.01.2016, 11:17
Hi
wenn du wirklich zufrieden bist mit deiner Bella würde ich diese reparieren lassen...
Du musst es ja nicht zahlen, sondern der A6 Fahrer ^^
Hoffentlich habt ihr die Polizei dazugeholt

guzzi97
18.01.2016, 11:22
Moinsen,
Problem, wennde "fiktiv" abrechnest, bekommste nur ca. 70% vom angesetzten Schaden und einen Unfall-159er
will eh keiner kaufen..von daher..
reparieren lassen und, wennde weiterhinn ein "ungutes" Gefühl hast, dann kannste ihn immer noch
verkaufen.. :)
Denn, bis auf die Kupplung (normaler Verschleiß) würde ich sagen, iss doch alles juuut.

Grüße

m0nKeY
18.01.2016, 12:05
Naja zufrieden, da bin ich zweigespalten. Hat mir schon nicht wenig Ärger gemacht das Auto. Direkt nach dem Kauf war der Wagen auch 3 Mal beim Händler wegen diverser Mängel. Unteranderem sogar einen Riss im Zylinderkopf, was auf Garantie repariert wurde. War aber auch ein sch**ss Händler.

Warum 70%? Dachte man bekommt die Reparaturkosten abzgl. MwSt? Und was würde ich für den Wagen bekommen, wenn ich in verkaufe? Neue Kupplung, neues ZMS, Zahnriemen wurde auch erst vor 2 Jahren bei 150.000 gewechselt. An sich kann ja erstmal nicht mehr viel kaputt gehen... Auf Holz klop... Toi, Toi, Toi...

Die Frage ist, ob ich nicht besser dabei weg komme, wenn ich das Geld nehme und die Tür selber repariere bzw. einfach mit dem Schaden weiter fahre.

P.S: Natülich hab ich die Polizei gerufen. Der Unfallverursacher war auch nett und gelassen, war ein Firmenwagen...

Schurli30
18.01.2016, 12:34
Kannst noch fahren mit deinem Auto? Lass den Schaden schätzen am besten beim Autofahrerklub. Beim Autofahrerklub (in Ö zumindest) haben die Rechtsbeistand noch obendrein und holen das Beste für dich raus.
Die gegnerische Versicherung wird dir nämlich mal ein geringes Angebot machen, dass du nachbessern lassen musst. Deswegen ist es vielleicht gut sich mit deinem Klub in Verbindung zu setzen. Falls du kein Mitglied bist darfst du halt nicht auf das erste Angebot einsteigen. Ich glaub, dass mit den MWSt. abziehen gibt's nicht wirklich gesetzlich und ist nur eine Richtmarke. Kommt auf den Schaden an. Lackierarbeiten, etc.. Im Streitfall gibt es die Wrackbörse die meist bei wirtschaftlichen Totalschaden zum Zug kommt. In dem Fall wird das Auto geschätzt ohne Unfall und irgendwie mit dem erlangten Preis in der Wrackbörse verglichen und irgendwie ein Betrag errechnet. (Falls ich irre, könnt ihr mich korrigieren)

Darum erkundige dich gut, wenn du Ablöse haben willst. Hast a Foto vom Knaller?

vonLeon
18.01.2016, 12:58
Wenn Du nicht mehr bereit bist Geld in einen Wagen zu stecken das er fährt und auch nicht selbst Hand anlegst. Dann verkaufe. Ich glaube aber kaum das etwas anderes preiswerter ist. Was der Wagen laut Schwackeliste noch wert ist, ist doch völlig egal, es ist Dein Eigentum. So lange er nicht völlig Plattgefahren wird, ist es ein Auto und Autofahren kostet Geld, es liegt an jedem selbst diese Kosten zu minimieren, das tun garantiert keine Werkstätten für Uns.

Wegen ersetzten Türen und Stosstangen ist ein Auto kein Unfallwagen.

GTVler
18.01.2016, 14:53
Als Unfallfrei kann man ihn trotzdem nicht verkaufen.

Das mindert den Wer enorm.

guzzi97
18.01.2016, 15:03
@ Schurli : hier in D benötigt muss mann einen Gutachter einschalten, da dieser,
neben dem Scahden, auch noch den Wiederbeschaffungswert nach Marktlage errechnet und ebenso
den "Restwert", etc.
I.d.R. verlangen die Versciherungen, bei Schöden über 1.000 od. 1.500€ ein Gutachten oder, wenn
das Auto nicht mehr Verkehrssicher ist (z.b. die Türe(n) lassen sich nicht mehr öffen/schließen).

Wie gesagt, die "beste" Alterantive, reparieren lassen und ihn dann verkaufen, evlt. in Zahlung geben,
oder "what-ever", denn, einen Wagen mit Unfallschaden ist für die wenigesten interessant und daher,
gibts zu wenig Geld.

@ monkey: ebend nicht, neben dem abzug der Mwst. werden die Originalteile gegen "Zuberhörteile"
getasucht, der Stundenlohn wird auf "freie Werke" runtergerchente, der "Mietwagen", etc. abgezogen.
uvm. mittlerweile gibt es es hierzu BGH Urteile zugunsten der Versicherungen.
Tenor, der Geschädigte darf sich nicht "bereichern".
Wie gesagt, Geld nehmen und selber machen, rechnet sich in den seltensten Fällen nicht.

@ GTVler : nu ja, richtig, einen "Unfallwagen" ist aber immer nochmehr Wert, als wenn er einen "verunfallten"
verkaufen will.

Grüße

Schurli30
18.01.2016, 15:23
Ja, genau! Ich fahre in eine Werkstatt oder zum Klub und der macht einen Termin mit dem Gutachter aus. Im Beisein eines Sachkundigen ist mir das am Liebsten. So gesehen wartet die Werkstatt auf die Selbstanzeige des Schädigers und macht dann einen Termin mit dem Gutachter aus.

war nicht klar formuliert

guzzi97
18.01.2016, 17:22
...aso, alles klaro :)

SelespeedDriver
18.01.2016, 19:43
Problem, wennde "fiktiv" abrechnest, bekommste nur ca. 70% vom angesetzten Schaden
Unsinn!
sogar ganz großer.
Keine Versicherung rechnet fiktiv ab, erstmal das und dann, wenn man es sich auszahlen lässt, dann nach Gutachten oder Kostenvoranschlag und dann dürfen die nur die MWSt. abziehen, mehr nicht!
Weißt du dann nach, dass du den Wagen in der Werkstatt hast reparieren lassen, dann bekommst du die MWst. sogar noch nachträglich.
so ist das und nicht anders, zeige mir mal eine Versicherung die fiktiv abrechnet, die gibts nicht :roll:

Edit:
Sehe grad der TE komt ja aus dem Ösiland, wie es da ist weiß ich nicht, denke aber mal fast genauso, wegen EU und dem ganzen Mist.

John Locke
18.01.2016, 21:32
2006er mit 180T auf der Uhr + 2.4er, der is sooo viel nich wert, da würd ich auch grübeln. Da würde ich aber erstma mit der Vers. reden was die Optionen sind, meine sind da immer sehr flexibel was sowas wie auszahlen betrifft.

guzzi97
19.01.2016, 09:11
@ Nobbi : nicht ganz, bin ja sebst bei so einem Laden und seit einigen Monaten gibt es zu den
Abzügen bei fiktiver Abrechung ein BGh-Urteil, was da u.a. lautet, dass die
Versicherung den Stundenlohn kürzen darf auf höhe einer freien WErkstatt und ebenso die Teile,
die können "orig" Nachbauten beinhalten.
Desweiteren wird die "Asufallzeit" (z.b. Mietwagen) ebenso gestrichen, denn, Du rechnest ja fiktiv ab,
also brauchste auch keinen "Ersatzwagen"..

Um aber das veranschlagte Geld dennoch wieder zu bekommen, bei eigener Reparatur, muss mann
nachweisen, dass die Reparatur fachmännisch durchgeführt wurde..
Wie das gehen soll, ist unterschiedliche, einfach Fotos reichen hier nicht.

Grüne für die "harte" Regelung sind einfach diese vielen "Bumser", die früher mit den fiktiven Rechnungen
ihre Konten aufgebessert haben.
Nu hat der BGH hier das ganze schweiriger gemacht, weil mann einfach viel, viel weniger Kohle bekommt.

Wie schon erwähnt, eine fiktive Abrechnung ist die schlechteste Lösung..

Grüße

m0nKeY
19.01.2016, 15:23
@ monkey: ebend nicht, neben dem abzug der Mwst. werden die Originalteile gegen "Zuberhörteile"
getasucht, der Stundenlohn wird auf "freie Werke" runtergerchente, der "Mietwagen", etc. abgezogen.
uvm. mittlerweile gibt es es hierzu BGH Urteile zugunsten der Versicherungen.
Tenor, der Geschädigte darf sich nicht "bereichern".
Wie gesagt, Geld nehmen und selber machen, rechnet sich in den seltensten Fällen nicht.



Unsinn!
sogar ganz großer.
Keine Versicherung rechnet fiktiv ab, erstmal das und dann, wenn man es sich auszahlen lässt, dann nach Gutachten oder Kostenvoranschlag und dann dürfen die nur die MWSt. abziehen, mehr nicht!
Weißt du dann nach, dass du den Wagen in der Werkstatt hast reparieren lassen, dann bekommst du die MWst. sogar noch nachträglich.
so ist das und nicht anders, zeige mir mal eine Versicherung die fiktiv abrechnet, die gibts nicht :roll:

Edit:
Sehe grad der TE komt ja aus dem Ösiland, wie es da ist weiß ich nicht, denke aber mal fast genauso, wegen EU und dem ganzen Mist.

Ich verstehe das auch so, dass der Betrag vom Gutachter ohne MwSt. ausgezahlt wird und nix runtergerechnet wird auf "freie Werke" und "Zuberhörteile". Der Gutachter wird ja gerade eben eingeschaltet um dieses Wert genau zu bestimmen. Und wenn du das nun mal selber günstiger reparieren kannst in Eigenleistung, dann ist das eben so.


Grundsätzlich kann ein Geschädigter bei fiktiver Abrechnung – also auf der Grundlage des Sachverständigengutachtens oder Kostenvoranschlags - die Stundenverrechnungssätze einer markengebundenen Fachwerkstatt verlangen. Allerdings kann die Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallgegners den Geschädigten auf eine freie (kostengünstigere) Werkstatt für den Fall verweisen, in dem das: Fahrzeug mehr als drei Jahren alt oder nicht scheckheftgepflegt ist. Voraussetzung ist, dass die freie Werkstatt vom Qualitätsstandard eine gleichwertige, günstigere Reparaturmöglichkeit bietet. Zudem muss sie mühelos und ohne Weiteres zugänglich sein.

Im „BMW“- Urteil vom 23.03.2010 führt der BGH die Merkmale einer „gleichwertigen Reparaturmöglichkeit“ auf:

- Zertifizierter Meisterbetrieb
- Verbandmitglied
- Qualitätskontrolle durch TÜV oder DEKRA
- Verwendung von Originalersatzteilen
- 3 Jahre Garantie.

Eine Werkstatt ist zudem „ohne Weiteres zugänglich“, wenn sie in 21 km Entfernung vom Wohnort des Geschädigten oder im unmittelbaren Einzugsbereich einer Großstadt – in der der geschädigte seinen Wohnort hat – liegt. Als Geschädigter müssen Sie sich nicht auf Sonderkonditionen von Vertragswerkstätten des Versicherers verweisen lassen. Diese Sonderkonditionen bekommt nämlich lediglich die Versicherung. Wenn Sie diese Sonderkonditionen als Privatperson nicht erhalten würden, müssen Sie sich deswegen auch nicht im Fall einer fiktiven Abrechnung darauf verweisen lassen.

Zitat ADAC.


Also kann die Versicherung da nicht einfach was runtersetzen und selbst wenn Sie es versucht, sollte dein Anwalt dagegen vorgehen.



2006er mit 180T auf der Uhr + 2.4er, der is sooo viel nich wert, da würd ich auch grübeln. Da würde ich aber erstma mit der Vers. reden was die Optionen sind, meine sind da immer sehr flexibel was sowas wie auszahlen betrifft.


Also mit der Versicherung vorher reden ist glaub ich grundsätzlich eher eine schlechte Idee.




Regel 2: Niemals (!!!) die Versicherung um Rat fragen

http://www.info-center-online.com/autounfall/golden.htm (http://www.info-center-online.com/autounfall/golden.htm)


Ich weiß gerade nur nicht, ob ich erst in die Werkstatt fahren soll oder erst einen Anwalt kontaktiere? Wenn ich in die Werkstatt fahre, dann regelt die das zusammen mit meinem Anwalt und Gutachter von ganz alleine, das hatte ich schon ein Mal und klappt problemlos. Das ist aber nur hilfreich, wenn ich den Schaden wirklich in der Werkstatt reparieren lassen will. Ich weiß nicht, ob ich ihn einfach zur Werkstatt bringen und mich dann später aber doch für die fiktive Abrechnung entscheiden kann?

Was das Thema Unfallwagen angeht, keine Ahnung ob er das nun per Definition ist, aber den Schaden muss ich auf jeden Fall bei Verkauf angeben.

Schurli30
19.01.2016, 15:48
Fahr zur Werkstatt. Du musst den Schaden trotzdem nicht bei Ihnen machen lassen. Wenn du allerdings sagst sie sollen das Auto nach Schäden ansehen und du reparierst den Schaden dann nicht in ihrer Werkstatt könnten sie theoretisch was für einen Kostenvoranschlag verlangen dafür. Aber im Grund genommen braucht es nur der Gutachter anschauen in deinem Fall denk ich. Die Werkstatt wird dir schon entgegenkommen. Die hoffen ja, dass möglicherweise trotzdem etwas bestellt wird oder du ein anderes mal zu Ihnen kommst wenn du zufrieden warst.

Du kannst später noch entscheiden Ablöse oder reparieren lassen.