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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : HowTo: Eigenimport So geht's ! Deutschland - Österreich



Alessio
18.08.2015, 13:39
Hallo Leute!

Aus meinem Spider-Vorstellungsthread wissen bereits einige, dass ich vor kurzem das Projekt Eigenimport erfolgreich über die Bühne gebracht habe. Das Thema war für mich immer ein bisschen ein Mysterium - NoVa ? Steuer ? Zoll ? Kennzeichen ? Versicherung ? Zulassung ? etc. sind so die großen Fragezeichen die einem am Anfang durch den Kopf gehen. Nachdem mehrere Behörden dabei eine Rolle spielen ist es nicht einfach eine Zentrale Anlaufstelle zu finden welche einem alle Fragen vollständig und rechtsverbindlich beantworten kann. D.h. man muss sich als Eigenimport-Grünschnabel alle Informationen mühselig vorher zuerst selbst zusammensammeln.

Dieser Thread soll ein Leitfaden sein auf Basis meines Praxisbeispiels, d.h.
"Wie importiere ich ein Auto (besser einen Alfa ;)) von einer Privatperson aus Deutschland nach Österreich"

Es kann also auch keine Vollständigkeit erwartet werden, aber zumindest ist es vll. für den einen oder anderen welcher gerade vor dieser Entscheidung steht "Eigenimport oder nicht"
eine Hilfestellung.

Es gibt dbzgl. einige wichtige/gute Seiten im Internet, welche ich vorweg nennen möchte:
Rechner | rechnen sie mit uns (http://www.nova-rechner.at/index.php/rechner-menu)
Eigenimport von Gebrauchtfahrzeugen aus der EU | ÖAMTC (http://www.oeamtc.at/portal/eigenimport-von-gebrauchtfahrzeugen-aus-der-eu+2500+1356966)

Allerdings ändert sich ständig etwas an dieser Thematik, deshalb ist ein aktueller Erfahrungsbericht aus der Praxis eine gute Ergänzung. Gerade in Hinblick auf die Kurzzeitkennzeichen/Ausfuhrkennzeichen ist besonderes Augenmerk zu legen da man weder von der Grenzpolizei, ÖAMTC noch Zulassungsstelle in Deutschland eine rechtsverbindliche Auskunft bekommt ob denn nun auch die gelben Kennzeichen (Kurzzeitkennzeichen) ausreichend sind oder nicht.
Aber dazu später mehr.

Starten wir los ...

Voraussetzung:

Ich gehe also davon aus ihr habt euer Objekt der Begierde bereits im Internet z.b. mobile.de oder andere Quellen gefunden. Es ist in erster Linie wichtig mit dem Käufer vorab alles zu klären und viel mit Fotos zu arbeiten. Am Besten ist natürlich wenn man jemanden vor Ort kennt der den Wagen besichtigen kann. Auf Grundvoraussetzungen wie vollständiges Serviceheft, kein Wartungsstau, etc. gehe ich jetzt nicht näher ein. Wie gesagt sollte all dies möglichst vorab geklärt sein und man muss ein gutes Gefühl beim Verkäufer haben. Es ist natürlich auch dann ein gewisses Risiko dabei - also das man möglicherweise einen weiten Weg umsonst zurücklegt. Das nur am Rande :)

Ein Eigenimport macht meiner Erfahrung nach nur dann sinn ...
... wenn das Auto wesentlich günstiger ist als im Zielland (auf die genauen Kosten gehe ich noch ein)
... oder/und es sich um ein besonderes Exemplar handelt welches im Zielland so nicht ausgeliefert wurde (Sondereditionen etc.)
... wenn man den zusätzlichen zeitlichen & finanziellen Mehraufwand und das Risiko möglicherweise eine Krücke vorzufinden nicht scheut

In meinem Beispiel handelte es sich um einen Alfa Spider 916 3.0 V6 Edizione Sportiva Bj. 2002.

Teil 1: in Deutschland


Die Anreise:
Also es ist alles mit dem Verkäufer genau geplant, am besten Telefonisch + per Mail noch mal Datum / Uhrzeit / Ort bestätigen lassen und dem Verkäufer schon vorab klar machen, dass man eine weite Reise auf sich nimmt und es keinen Sinn macht wenn am Telefon irgendwelche Mängel schön geredet werden. Die klare Kaufabsicht sollte das dem Verkäufer schon wert sein. Kooperation vom Verkäufer ist der entscheidende Punkt. Wenn man ein ungutes Gefühl hat oder merk da ist kein Engagement auf der anderen Seite zu erkennen - lasst besser die Finger davon, es gibt genug alternativen.

Tipp: nehmt euch auf jeden Fall einen Kumpel, Freundin oder Verwandten mit. 4 Augen sind immer besser und schützen vor Fehlentscheidungen.

Die Anreise hängt von der Distanz ab. Bei größeren Distanzen (>500km pro Strecke) wird voraussichtlich angestrebt, dass Fahrzeug sofern alles passt auch gleich zu kaufen. D.h. man sollte mit Zug, Bus oder Flugzeug anreisen.
Letzteres eignet sich natürlich bei größeren Distanzen.

In meinem konkreten Fall ist es der Zug geworden.
Am Zielbahnhof/Flughafen angekommen entweder mit regionalen Buslinien weiter oder aber mit dem Taxi zum Verkäufer. Vll. ist auch eine Abholung durch den Verkäufer möglich. Auch hier ist wieder vorab erkennbar wie entgegenkommend sich der Verkäufer zeigt.

Abwicklung mit dem Verkäufer:
Grundsätzlich kein Unterschied zu einem Kauf im eigenen Land, außer das man sich vorher schon alles durchgedacht haben sollte.
Ich gehe wieder davon aus, es passt alles, das Fahrzeug entspricht der Beschreibung und es sind keine unvorhergesehenen Mängel aufgefallen. (Probefahrt ist ja hoffentlich selbstverständlich)
Der mögliche Kaufvertrag sollte bereits vorbereitet sein um nicht vor Ort dann Hektik zu erzeugen. Es eignen sich die Vordrucke von ADAC oder ÖAMTC. Damit macht man wenig falsch.
Ist der Papierkram mit dem Verkäufer erledigt geht's nun zum offiziellen Teil - also der eigentlichen Ausfuhr....

Die Anmeldung im Ursprungsland (DE)
Der nächste Punkt ist also die Anmeldung für ein Kennzeichen mit einer kurzzeitigen Haftpflichtversicherung. Es gibt dbzgl. sicher Unterschiede je nachdem wo man dies in Deutschland abwickelt. In Würzburg jedenfalls funktionierte es alles sehr schnell und reibungslos. Ich empfehle dennoch vorab schon telefonisch mit der örtlichen Zulassungsstelle und dem Schildermacher Kontakt aufzunehmen.

Das sind auch bereits die zwei wesentlichen Anlaufstellen: Zulassungsstelle und Schildermacher. Am besten man informiert sich beim Verkäufer, welche Stellen hierfür am besten geeignet sind.
Der Vorteil ist, das die Zulassungsstellen und Schildermacher meist sehr nahe zusammen liegen. Dies ist deshalb wichtig, da man mehrmals hin und her laufen muss.

Es ist am besten der Verkäufer fährt mit euch gemeinsam zu den Behörden.

Folgende Dokumente werden benötigt:
- Reisepass/Personalausweis
- Meldezettel
- Kaufvertrag
- Zulassungsschein Teil I / II (+Typenschein)
- gültiger TÜV-Bericht

1. Schritt... ist der Weg zum Schildermacher. Dort bekommt man in weiterer Folge seine Schilder, aber vorerst ist die Versicherung wichtig. Man hat die Wahl zwischen Kurzzeitkennzeichen (Gelb) oder Ausfuhrkennzeichen (rot). Es wird immer wieder berichtet davon, dass man auch die Kurzzeitkennzeichen nehmen kann und dies keine Probleme macht. Es gäbe bilaterale Abkommen zwischen Deutschland und Österreich und dass diese anzuerkennen sind, aber niemand kann einem dies 100% bestätigen. Es ist zwar etwas günstiger, aber wir reden hier von 50-100 €, was im Endeffekt im Verhältnis zum Gesamtkaufpreis das Kraut auf nicht mehr Fett macht wie man so schön sagt. Also ich empfehle ganz klar die offizielle Variante mit den Ausfuhrkennzeichen (ROT - passt ja auch besser zu Alfa ;)) Diese Versicherung kann man z.B. für 15, 30 oder 90 Tage abschließen.

2. Schritt... mit der nun abgeschlossenen Versicherung geht man zur Zulassungsstelle. Dort wird dem Fahrzeug dann ein neues Kennzeichen zugeordnet (das Alte des Besitzers wird damit auch gleich abgemeldet und entwertet). Man bekommt ein Schreiben mit jenem neuen Kennzeichen.

3. Schritt... mit dem Schreiben der Zulassungsstelle geht man nun wieder zum Schildermacher und lässt sich das Kennzeichen anfertigen.

4. Schritt ... mit dem warmen Kennzeichen unterm Arm geht's dann wieder zur Zulassungsstelle (kein Scherz ;)) und dort wird dann alles finalisiert und man erhält ein Siegel auf sein Kennzeichen. Die Gültigkeit des Kennzeichens ist in das Schild im roten Bereich gestanzt.

5. Schritt... es kursiert das Gerücht, dass man aufgrund der Ausfuhrkennzeichen (rot) auch noch beim Zollamt vorsprechen muss und man sich dies mit den Kurzzeitkennzeichen erspart. Dies ist allerdings falsch. Auch mit den Ausfuhrkennzeichen muss man nicht direkt zum Zollamt. Man muss allerdings bei der Zulassungsstelle IBAN und BIC hinterlassen, da die Besteuerung für das Fahrzeug nachträglich erfolgt. In meinem konkreten Fall ist innerhalb von 2 Wochen dann doch ein Brief gekommen mit der Zahlungsaufforderung, also kein au***atischer Bankeinzug.

Das Fahrzeug ist damit erfolgreich angemeldet/versichert und bereit zur Ausfuhr !


Die Ausfuhr (Flucht)
Da muss ich glaub ich nicht viel dazu sagen ... es kann dann z.B. so aussehen ;)

https://www.youtube.com/watch?v=fh6ET39xtpw


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Teil 2: Dahoam

Werkstatt
Man ist also erfolgreich (und hoffentlich ohne Polizeikontakt ;)) wieder zu Hause angekommen. Der nächste Schritt sollte die Vertragswerkstatt des Vertrauens sein.

Der Typenschein
Dort werden dann sämtliche Unterlagen (Kaufvertrag, deutscher Typenschein, Zulassung, TÜV-Bericht etc.) zum Generalimporteur geschickt. Scheinbar benötigt dieser Originaldokumente, also alles zur Sicherheit kopieren.
Dieser schritt ist erforderlich, da für das Zielland ein eigener, neuer Typenschein auszustellen ist. Das nimmt in etwa 1 Woche in Anspruch, da es postalisch erledigt wird. Zumindest bei Alfa.
Hat man den Typenschein erhalten stellt man fest, das etwas von einer "Sperre" vermerkt ist... zeit für die NoVa ! (siehe Punkt Finanzamt)

Das Pickerl §57a
Die nächste Überraschung (eh kloar) ist, dass der TÜV-Bericht aus Deutschland natürlich nicht bei uns in AT keine Gültigkeit hat (EU ist ja auch was tolles) und somit muss eine neue Pickerl-Überprüfung nach §57a durchgeführt werden. Soweit so gut...

Finanzamt ( NoVa)
Mit den gesamten Unterlagen Kaufvertrag etc. (am besten man legt sich eine Mappe an und nimmt immer alles mit inkl. Meldezettel und Personalausweis) macht man sich nun auf den Weg zum Finanzamt. :----
Zuvor kann man sich schon mal das Formular NoVa 2 (http://formulare.bmf.gv.at/service/formulare/inter-Steuern/pdfs/9999/NOVA2.pdf) ausdrucken und zu Hause bereits die Daten ausfüllen. Ein Beamter hilft einem dann vor Ort bei den restlichen Daten ... oder man füllt es am Amt aus.

Es gibt zur NoVa Berechnung die bereits oben genannten Internetseiten. Man muss höllisch beim Datum der erstmaligen Zulassung aufpassen, da gibt es etliche Unterschiede die zu beachten sind und in horrenden Endsummen ausarten können. Informiert euch dbzgl. bereits vorher ! Sonst wird der "Schnapper" schnell mal zum nachträglichen finanziellen Fass ohne Boden.

Die Berechnung erfolgt sofort und man bezahlt auch gleich - und zwar BAR (keine Kreditkarten, Bankomatkarten etc.)
Dann erfolgt die Freischaltung des Typenscheins (online).

Man erhält eine Quittung und fragt sich was man da eigtl. gerade gezahlt hat hää

Achh egal, man ist selig mit seinem neuen Alfa und Hauptsache es ist nun alles erledigt - jetzt kann man endlich zur Zulassungsstelle. Bei der Anmeldung ist dann wieder alles beim Alten ....

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Ich hoffe es hat dem Einen oder Anderen weiter geholfen, gerne können (und sollen auch) Fragen gestellt werden, ich werde versuchen so gut wie möglich darauf einzugehen :)
Jetzt muss ich erstmal schauen welche Rechtschreibfehler ich da verbrochen habe auf die Schnelle ... werden wohl ein paar Edits folgen ;)

Fazit:
Man sollte sich jedenfalls genau überlegen ob man wirklich etwas spart bei der Aktion, denn die Kosten sind nicht unerheblich (rund 20-25% zusätzlich zum Kaufpreis). Hat man in der eigenen Umgebung Alternativen sollte man zuerst diese Prüfen, denn der Aufwand ist nicht zu unterschätzen.

Deshalb hier noch eine Aufstellung der Kosten welche bei einem Beispielfahrzeug mit einem Kaufpreis von etwa € 6000,- bis € 7000,-
hinzukommen. (wie gesagt bei der NoVa spielen mehrere Faktoren wie Baujahr, Verbrauch und Co2 Ausstoß eine Rolle, daher bitte den Onlinerechner verwenden)
Auch alle anderen Werte sind lediglich Richtwerte - nagelt mich darauf bitte nicht fest :)
Aber jedenfalls sind die wesentlichen Punkte aufgezählt welche man mit einkalkulieren MUSS, da diese zusätzlich zu jenen Kosten anfallen, welche bei einem "normalen" Inlandskauf um die Ecke entstehen.



Beschreibung
Kosten in €


Anreise Zug / Person z.B.
~ 100 €


Ausfuhrkennzeichen
35 €


Versicherung (15 Tage)
115 €


Typenschein für AT
180 €


Pickerl §57a
50 €


Steuer für 15 Tage (Zollamt DE)
~10 €


NoVa z.B. 16% + Zuschlag
~1000 €


Heimreise mit dem Auto
~100 €


Gesamtsumme
~1500 €

Andre
18.08.2015, 14:09
Toller Artikel, vielen Dank für deine Mühe. :thumb:
Habe das natrülich mit einem Sternchen honoriert.

lonelygeorge
18.08.2015, 14:24
Super Artikel. :thumb:
Ganz schönes Gerenne und natürlich auch Kosten.
Haben wir es hier in Deutschland Natürlich gut das wir hier günstige Preise haben bzgl. Alfa.

Aber dafür Beneide ich euch für die tollen Alpenstraßen. Dafür muss ich dann erstmal 800 KM anfahrt machen..

Alessio
18.08.2015, 15:20
Danke fürs "sticky" setzen :)

AR-oppa
18.08.2015, 16:26
Super gemacht Alex:thumb:
freut mich, das mein Link vom ÖAMTC dir helfen konnte:-D

Allzeit Gute Fahrt und viel Spaß mit der Traum Bella
:-->>

stocki
18.08.2015, 17:17
DANKE!
Ich fahre jetzt dann das dritte Wochenende nacheinander in der Gegend herum - ich glaube am Wochenende fällt die Entscheidung ob Import oder nicht.
Aber auch bei mir wird's ein Spider werden ;)
Nochmal DANKE!

GTVler
18.08.2015, 17:24
Auf jeden Fall sehr interessant, da ich auch schon mit einem Import geliebäugelt habe, habe aber dann doch noch in Österreich einen Wagen gefunden der meinen Wünschen entsprochen hat. Zwar nach über einem Jahr Suche, aber immerhin...

AmericanCollie
18.08.2015, 17:57
Danke für den Bericht, :thumb:

mich würde es aber eher anders herum interessieren^^, sprich aus Österreich nach Deutschland.

Stefan

Alessio
18.08.2015, 18:07
Danke für den Bericht, :thumb:

mich würde es aber eher anders herum interessieren^^, sprich aus Österreich nach Deutschland.

Stefan

Wieso das denn, der Markt gibt doch viel mehr her bei euch :??

stocki
18.08.2015, 18:08
Wollte ich auch gerade schreiben...
Außerdem sind die Preise bei uns i.d.R höher

Alessio
18.08.2015, 18:10
Jo vor allem wenn man eh schon in DE lebt und keine NoVa oder solche späße noch dazu kommen.

AR-oppa
18.08.2015, 22:51
@Stefan umgekehrt ist es noch einfacher, habe ich im März für einen Arbeitskollegen gemacht.
Er hat in Innsbruck einen Croma 1.9 JTD gekauft, war billiger als in D.

1. Verkäufer hat den Croma bei seiner Versicherung abgemeldet.
2. Wir haben in Innsbruck die deutschen Kurzzeitkennzeichen dran geschraubt und heim gefahren.
3. Mit dem Österreichischen Typ Schein zu GTÜ gefahren, HU und AU gemacht, GTÜ hat anhand der KFZ Daten das für die Zulassung nötige Datenblatt als Ersatz für die nicht vorhandenen COC ausgedruckt.
4. Versicherungsschein vom Versicherer und alle Österreichischen Fahrzeugpapiere, sowie die TÜV und AU Bescheinigungen vorgelegt und den Croma angemeldet fertig.:thumb:

punkt 2 ist seit Mai 2015 so nicht mehr durchführbar, da das Fahrzeug einen gültigen Deutschen TÜV haben muss:roll:, aus diesem Grund gibts nur noch zwei Möglichkeiten.

1. Überführung mit den Österreichischen Kennzeichen, Abmeldung kann auch in D erfolgen, Rücksendung der Kennzeichen an den Halter.

2. Überführung mit Trailer.

Hoffe ich konnte helfen.:winkewinke:

guzzi97
19.08.2015, 09:38
@Alessio : Klasse beschrieben, TOP !

Was ich mich Frage, wie und wo wurde das mit der Versicherung gelöst ?
Das wird aus Deiner Beschreibung nicht ganz deutlich..

Denn, normalerweise benötigt mann zur Erteilung eines Kennzeichens eine "EVB" (elektronische
Versicherungsbestätigung), die mann telefonisch bei jeder Versicherung abschließt/bekommt.
Mit dieser "Nummer", geht mann zur Zulassungsstelle und stellt den Antrag auf das Kennzeichen.

Daher, wie hast Du das gelöst, als "Ausländer" in D ?

@Gerd : jou, das war vor dem 01.04.2015 ja noch easy, heutzutage echt schwer, ein Fahrzeug aus
dem Ausland zu importieren, Leider.

AR-oppa
19.08.2015, 09:49
Gerd ???
Nee Import ist nach wie vor unproblematisch solange es sich um ein EU Land handelt.
Lediglich die Überführung ist wegen der Kurzeitkennzeichen Geschichte seit Mai 2015 nicht mehr möglich.

Alex hatte ein sog. "Ausfuhrkennzeichen, hierzu gibt es spezielle Versicherungen die über eine bestimmten Zeitraum auch für "Ausländer" in D abschließbar sind, also null Problemo:mrgreen:

Gruß

dieter

guzzi97
19.08.2015, 10:17
..ups, verdammt, das Alter, sorry Dieter :)

Schurli30
19.08.2015, 10:45
1. Überführung mit den Österreichischen Kennzeichen, Abmeldung kann auch in D erfolgen, Rücksendung der Kennzeichen an den Halter.



Jeder Versicherer wird einen davor warnen die Kennzeichen dran zu lassen, sei es auch nur für die Überführung.
Wird nicht sofort abgemeldet oder die Taferl nicht zurückgeschickt...

ansonsten möchte ich noch anfügen, dass es wahrscheinlich von Deutschland HÄNDLER nach Österreich möglicherweise leichter geht als von Privat. Die dürften so etwas schon öfter gemacht haben und besser informiert sein. Es kann sein, dass der Händler dann keine Gewährleistung geben muss oder braucht. Das heißt der Spielraum zu verhandeln ist möglicherweise dadurch größer, da man ja auf die Gewährleistung verzichtet.

Super Artikel von Alessio: schreckt mich aber doch mehr ab als dass ich mich darüber trau. Zeit und Anstrengung ist mir doch sehr wichtig. Hut ab vor jedem der sich da drüber traut.

AR-oppa
19.08.2015, 10:59
Jeder Versicherer wird einen davor warnen die Kennzeichen dran zu lassen, sei es auch nur für die Überführung.
Wird nicht sofort abgemeldet oder die Taferl nicht zurückgeschickt...


:popcorn:die von der Versicherung in Innsbruck waren eigentlich ganz nett, hätten wir mit den Taferl überführt, wären die Daten vom Käufer alle aufgenommen worden, inkl. Bankverbindung, wenn die nicht innerhalb einer Woche zurück geschickt worden wären hätten die sich bei meinem Kollegen gemeldet.

Also relativ easy, kann natürlich nicht pauschal gesehen werden.

Von D zu euch läuft es nach Alex Anleitung auch sehr easy, man muss sich nur - wie meist - intensiv mit der Materie befassen.:mrgreen:

@branni
passt scho clausi :mrgreen:

Schurli30
19.08.2015, 11:16
nichts für ungut aber bedenkt:

Verursacht der Käufer an der nächsten Ecke einen Verkehrsunfall oder verletzt einen Fußgänger, weil er mit der Handhabung des Fahrzeuges noch nicht vertraut ist, haften Sie als Halter nach wie vor für den Schaden.

Quelle:
Gebrauchtwagen-Ratgeber: Autoverkauf mit Kennzeichen - woran Sie denken sollten - 12Gebrauchtwagen.de (http://www.12gebrauchtwagen.de/gebrauchtwagen-ratgeber/Autoverkauf-mit-Kennzeichen-woran-Sie-denken-sollten_51569)

Ich würd es nicht mehr machen. Einmal schwitzen hat gereicht. Wusste nicht mal ob die Personalien wirklich stimmen. Und der hat sich wirklich sehr zeitgelassen beim Abmelden...

Jeder wie er will! Schönen Gruß

75 Evo
19.08.2015, 11:27
Schurli, es gibt aber auch Leute die sehr schnell ummelden, in D gibts dafür auch ein Formular vom ADAC wo genaue Übernahme eingetragen wird und bei eventuellen Schäden oder Delikten der Käufer haftbar ist. Wie es in A ist kann ich nicht sagen. Hab mal
in A ein Auto abgeholt , wohl auf dem Hänger (nicht für mich) und bin so ohne Kontrolle über Walserberg rausgefahren.:??

stocki
19.08.2015, 17:07
Auf dem Hänger ist es ja egal - da ist ein Auto wie Holz oder Steine zu behandeln - die brauchen auch keine Kennzeichen :)