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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Garantie VS Gewährleistung - Infos



guzzi97
10.08.2015, 10:32
..Moooment..
also, ihr vermischt da was, Garantie & Gewährleistung sind zwei völlig unterschiedliche
Dinge.
Garantie ist eine Versicherung (auch Reparaturversicherung) die mann "kaufen" kann.
In dieser sollte mann auf jedenfall das "Kleingedruckte" lesen, was alles abgedeckt ist.
(geht los von Motor, Getriebe über Lenkung, Klima bis hinn zu "Komforelektronik).
Dann, ist sie "gestaffelt", d.h. ab z.b. 100.tsd km ist mit einer SB von 50% der Reparatur
kosten selbst zu zahlen usw.

Eine "Garantie" kann jeder im Netz abschlueßen, der einen gebrauchten kauft, auch von Privat. !!

Eine Sachmangelhaftung ist eine gesetztl. Haftung des Händler gegenüber dem Käufer.
Der Gesetzgeber sieht hier 24-monate vor.
Mann kann sie auf 12-Monate verkürzen oder ganz ausschließen (geht nur bei Verkauf an Gewerbe).
In den ersten 6-Monaten muss der Händler beweisen, dass der Mangel nicht bei Verkauf vorhanden
war..das kann er aber i.d.R. nicht und daher muss er auf seine Kosten den Mangel beheben !!
Unter "Mangel" fallen aber Verschleißteile (Bremsen, Kupplung, ZR, etc.) nicht darunte, nur
"Mängel", also defekte wie z.b. Getriebe-Lenkgetriebe-Schaden, etc.

Ergo, die Sachmangelhaftung ist für Private Käufer, für die ersten 6-Monate, sozusagen ein
"Rundumschutz", eine Garantie deckt nur die in den "AGBs'" verlinkten Digne ab.

Der Händler/Gewerblicher Verkäufer kann bei Verkauf/schenkung an Privat die Sachmangelhaftung
nicht ausschließen, höchstens auf 12-Monate verkürzen und das ist Gesetz.

Dann noch eins, viele Händler verkaufen dann auch noch gerne eine Garantie mit um dann, im
"Schadenfalle" seine Kosten dem Käufer / Versicherung aufzubrummen um halt nicht selbst
in die eigene Kasse zu greifen, auch das ist nicht so vom Gesetztgeber gedacht.

Desweiteren, wie schon gesagt, im Schadenfalle, muss der Händler den Mangel beheben.
Es ist das Problem des HÄndler, den Wagen zu sich zu holen und nicht des KÄufers.
Auch hier wird seitens des Händlers gerne verschwiegen, dass er, im Schadenfalle, das
Fahrzeug, auf seine Kosten, abzuholen und auch wieder zu bringen.
Auch dieses "vergessen" gerne die Händler und "bürgen" den Transport dem Käufer auf.

Ergo, ein Privatkauf bringt für den Käufer, die ersten 6-Monate eigentlich nur positives
für den Händler, evtl. Mehrkosten, dafür sind aber auch die Fahrzeuge auch ~20% Teurer
als von Privat.

Doch, leider gibt es zu viele Händler, die zwar wissen, welche Pflichten sie haben, aber
dennoch immer wieder gerne versuchen, dieses dem Kunden vorzuenthalten.

So, nu zurück zum Angebot.

Der Preis ist für einen GT 3.2 m.M zu günstig, gepflegte & gewartete GTs mit der Laufleistung
sind nicht unter 6.500 / 7.000€ zu haben.
Ergo, entweder hat die "Karre" nen immensen Reparaturstau od. aber es sind defekte vorhanden.

Ich pers. rate allen davon ab, einen Wagen "in Kundenauftrag" zu kaufen, denn der Händler
hat sich schon dabei was gedacht, warum er den Wagen nicht unter seinen Namen verkaufen will.

Dann lieber gleich von Privat.

Ergo, stehen lassen und sich lieber ein anderes Angebot aussuchen.

Grüße