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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eine falsche Entscheidung? (Reparatur / Leidensbericht / Liebesbericht :-P )



Bifus
17.07.2015, 19:13
Hallo an alle,

ich wollte hier mal meine jüngsten Erfahrungen mit meinem 159er teilen.

Zu meinem "Objekt":

Alfa Romeo 159 1.9 JTDM Baujahr 2006

75900

KM-Stand zur Zeit : 305.167 KM

Ausführung : "Montagsmodel"

Den Wagen habe ich 2009 bei einem Kilometerstand von 90.000km erworben in einem Autohaus.
Es dauerte noch keine 3 Monate und da gingen die Wehwehchen los, erst war die Bremse hinten links komplett zu, dann war die Sitzheizung rechts defekt und dann kamen die Bremsen komplett VA/HA inkl. Scheiben. Kostenvoranschlag einer Alfa-Werke für die Bremsen komplett : 2.000€, da hat es mich dann aus den Socken gehauen und ich konnte jemand finden der mir das weit günstiger gemacht hat.

Gut, Bremsen sind Verschleißteile, denkt man sich noch nichts dabei. Ein paar Wochen später stand der Wagen dann. Diagnose: Lichtmaschine im Eimer, bei 120.000km. Jeder sagte mir das dürfte eigentlich nicht sein bei so einem großen Wagen, naja 120tkm und die erste, also austauschen lassen und gut.

Sechs Wochen später:
Wagen steht erneut, Diagnose: Abermals Lichtmaschine. Bei der ausführenden Werkstatt angerufen (400km entfernt da ich damals unterwegs war) und alles geklärt, wurde ausgetauscht und ich musste erst mal die zweite Lichtmaschine + Rep. zahlen bis geklärt ist ob das ein Fehler des Herstellers ist oder nicht. (3 Monate auf das Geld gewartet!).

Gut, Wagen läuft ein dreiviertel Jahr ohne größere Probleme. Dann waren erneut die Bremsen hinten zu, dafür kann abermals die Bremsanlage nichts. (Und ich fahre fast ausschließlich Langstrecke 160 - 200km / Tag) und stehe eigentlich nicht dauernd auf der Bremse.

Leider hat es dabei die Scheiben hinten erneut erwischt und mussten neu gemacht werden. Seit dem sind die Klötze bei meinem Wagen mind. ein mal im Jahr runter und die Bremsanlage wird gereinigt.

Kaum war die Garantiezeit der Lichtmaschine rum : Zack, der Wagen steht und es wurde abermals eine neue Lichtmaschine fällig. Aber diese hält nun seit ihrem Einbau und hat auch schon mehr als 100tkm runter.

Keine zwei Wochen später stehe ich mitten auf einer Kreuzung, musste kurz den Gegenverkehr abwarten und dann bewegte sich der Wagen selbst bei Vollgas keinen mm vom Fleck.
Was ist nun wieder los? 2 Minuten später konnte ich den Wagen wieder bewegen und ab in die Werkstatt. Diagnose: AGR Ventil zu. Stecker kurz von der Werkstatt abgezogen und ein Stück altes Nummernschild zum Abdichten dazwischen: Wagen läuft.

Da ich in dem Moment das Geld für ein neues Ventil nicht hatte fuhr ich 2 Wochen mit abgeklemmten AGR und "Nummernschildblinddichtung". Wieder zu Werkstatt: Die Werkstatt hat wegen Insolvenz zugemacht. Im ersten Moment ratlos fuhr ich noch eine Zeit so weiter bis ich die richtige Blinddichtung und das **** von *** bekam. Hatte das AGR zwischenzeitlich aber noch ausgebaut und etwas gereinigt, dann war wenigstens für ein paar Tage Ruhe.

In den bis dahin verlaufen Jahren hatten wir auch immer total viel Spaß beim Reifenwechsel... ich ziehe definitiv bei meinem Wagen die Radmuttern nicht mehr nach, der wird gefahren wie er aus der Werke kommt. Ganze 3 Mal ist vorne links je ein Bolzen abgerissen, als alle Schrauben raus waren mussten wir meist immer noch die Räder mit dem großen Hammer dazu bewegen endlich los zu lassen. Ich weiß nicht wieso, aber bei dem Wagen fressen die Radmuttern sich so fest, das ist nicht mehr feierlich.

2013 kam dann der dickste Hammer:
Auf Grund eines merkwürdigen Geräusches bin ich dann zum Hähn nach Mannheim gefahren. Diagnose des "kleinen" Geräuschs: Getriebeschaden. (KM-Stand damals: Ca. 200tkm)

Da hab ich dann schwer hin und her überlegt ob ich das noch machen lassen sollte. Problem war: Ich zahle noch 4 Jahre an dem Wagen, da überlegt man sich zwei mal ob man die Rep. macht oder lieber zwei Autos bezahlt. Die meisten hätten wohl bei 200.000 KM diese Investition nicht mehr gemacht. Ich entschied mich dann dazu die 2000€ zu investieren in den geliebten Wagen.

Wagen fuhr sich dann erst mal gut aber ich bemerkte abermals ein seltsames Geräusch und die MKL ging mir ab und an bei geforderter Leistung an und der Motor sogar mehrfach in den Notlauf. Wieder zum Papa Hähn: Den DPF hat es erwischt. Ich habe dann einen echt guten Preis gemacht bekommen und habe nochmal 1.000€ auf den Tisch gelegt.

Kur darauf kamen die Bremsklötze vorne: Hey, klar ich fahr auch viel (45.000KM/Jahr) und nur die Klötze ist ja absolut in Ordnung. Neue Klötze rein, passt. Einige Tage später stellte ich fest das der eine Klotz gebrochen ist und ein Stück fehlte ... also nochmal das Ganze.

Dann war mal wieder eine Zeit lang ruhe.

Was Papa Hähn damals auch noch feststellte war das mein Achsträger vorne langsam aber sicher am Wegrosten war, ist nie jemandem aufgefallen Dank der tollen Unterbodenverkleidung. (Die war ab da an weg).

Der Träger sah aus als würde ich regelmäßig im Salzwasser parken. Und wir waren uns einig das wir ein Auge darauf haben müssen.

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In der Zwischenzeit war ich aus der privaten Situation dazu gezwungen mehrfach umzuziehen und ich wechselte die Werkstatt mit der meine Freundin gute Erfahrungen gemacht hat und schon seit Jahren ist.

Meinen ersten Termin dort hatte ich weil sich das Fahrverhalten des Wagens zunehmend verschlechterte. Zum Teil war es total schwammig und in Spurrinnen fühlte es sich an als würde ein betrunkener den Wagen steuern.

Diagnose diesmal: Spurstange vorne Links:

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Also Stange gewechselt, Spur einstellen lassen alles in Ordnung, zumindest für ein paar Wochen, dann war das Fahrverhalten erneut sehr schwammig. Wir haben dann nachgesehen und die neue Spurstange hatte einiges an Spiel so das dass Rad sich ca. 1 cm bewegen konnte ohne die Lenkung zu verstellen. Wurde dann Reklamiert und auch auf Kulanz des Herstellers ausgetauscht, in dem Zuge habe ich gesagt ich will auch die andere Seite ausgetauscht haben.

Also nochmal Spur einstellen lassen. (Musste ich woanders machen lassen, dort war ich 3 mal bis die Spur stimmte!)

Es war dann besser, aber irgendwie immer noch nicht gut.

Wir haben uns dann in der Werkstatt nochmal Zeit genommen genauer nachzusehen. (Auch bzgl. des Trägers). Festgestellt wurde nun das die Lenkung ausgeschlagen und undicht ist. Alles klar: Ich besorge einen Träger + eine Lenkung da ich keine Lust hatte dafür wieder tausende Euros auszugeben. Habe dann einen Achträger für 275€ aufgetan, auf dem Bild sah er gut aus. Als er dann geliefert wurde mussten wir feststellen das der Träger total verbogen und verrostet ist, also das Teil zurück und mein Geld wieder bekommen.

Nun fand ich für 300€ aber ein wirklich gut erhaltenen Träger, und weitere 250€ für die Lenkung die auch Top ist.

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Eigentlich wollte ich die Teile erst mal besorgen und dann etwas später einbauen lassen damit nicht alles zusammen kommt und wir im August mit dem Wagen nach Kroatien in den Urlaub fahren wollen.

Nun war vor 2-3 Wochen die erste Hitzewelle und auf meinem Weg nach Hause ging 1km vor dem Ort eine Lampe und ein Piepsen an "Kritische Temperatur". Ein Blick auf die Anzeige verriet das dass Kühlwasser schon den gasförmigen Zustand erreicht haben muss. Okay, 1km wirst du noch schaffen. Ging dann auch. Auf dem Parkplatz angekommen, Haube auf, da war natürlich alles glühend Heiß das man nichts berühren konnte, selbst 3 Std. später war auf Grund des Wetters alles noch am Kochen. Okay, in der Werkstatt schon mal angerufen und das Problem geschildert. Am nächsten Morgen erst mal Flüssigkeit nachgefüllt (2-3 Liter) und der Wagen lief normal und war nie über 90°. Auf der Arbeit angekommen sah noch alles gut aus, als ich Abends in den Wagen einstieg fehlten dann erneut 1,5L.
Meine Hoffnung: Da ist ein Schlauch undicht, doch in der Werkstatt merkte man gleich: Der Kühler ist im Eimer und bei der extremen Hitze vorne hat es die Klimaleitung nun auch erwischt.

Wagen war dann eine Woche weg Zwecks, Tausch der Lenkung, des Trägers und des Kühlers.

Erst mal verlief alles gut und außer der Klimaleitung blieben die Hiobsbotschafen erst mal aus, aber das änderte sich.

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Zwei Bolzen abgerissen (Habe leider schon wieder vergessen wie die Dinger genau heißen).

Da wird im September noch eine Überholung des Turbos auf mich warten da der in den ersten beiden Gängen beim Anfahren Luft zieht und ein wenig "kreischt".

Der Rest verlief dann soweit aber erst mal problemlos:

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Ganz nebenbei haben wir hier gleich noch ein paar Sachen mitgemacht:

- Stoßdämpfer VA li/re
- Bremsseile HA li/re
- Ölfilter
- Ölwechsel

Leider sind im Träger solche "eingelassen" Schrauben die auch meinten abreißen zu müssen, also musste der Träger auch noch geöffnet und wieder versiegelt werden um an die Schrauben zu kommen.

Beim Einbau der Stoßdämpfer wurde dann leider festgestellt das einer der Querlenker auch einen Hau weg hat und es wohl nicht mehr all zu lange machen würde.

Nun muss im September dann wohl noch die neue Klimaleitung her, der Turbo revidiert werden und auch am Krümmer der Mist mit den abgerissenen Bolzen gemacht werden.

Wenn ich so zurück denke ... ich hätte bei dem Getriebeschaden damals nicht "weitermachen" dürfen. Aber ich hatte die 3000€ investiert und die haut man ungern in die Tonne, also habe ich das jetzt alles auch noch gemacht.

Wenn ich zusammenrechne was ich in den nun 6 Jahren in den Wagen den ich für 16.000€ gekauft habe noch reingesteckt habe dann habe ich das Fahrzeug bald zwei mal bezahlt.

Mit einem lachenden und weinenden Auge,
Andreas

vonLeon
17.07.2015, 19:40
Sämtliche Teile die Du Fotografiert hast laufen bei meinem Wagen in nachträglich aufgebrachter Konservierung oder Fett, weil ich zeitig gesehen habe das wird so nicht gehen. Meine Bremsen mache ich auch selbst, erstes neues Material bei 185kkm, natürlich zwischendurch mal pflege.

Kurzum, 215kkm ohne Probleme. Einzig das Getriebe ist ein Wirklicher Schwachpunkt bei den 1,9er. Der rest ist schlechte Wartung, von zeitknappen lustlosen Personen.

Faulen tun die Achsträger und Kühler nur weil nach dem Winter das Salz nicht ausgewaschen wird.

Die Lima ist auch auch Pech, meiner hat noch die erste.
Was ich immer wieder sage, ein 939 ist unbezahlbar wenn man nicht selbst Hand anlegt. Genau wie es sich zeigt in Deinem Fall.

Masi
17.07.2015, 20:45
Aus der Modellreihe 939 kann ich nur vom Brera 2,2JTS und Spider 2,0JTDm berichten. Auch sind wir nicht die extrem Vielfahrer, aber mit beiden haben wir rund 200tkm zurückgelegt. An meinen Alfas lege ich meist selber Hand an.Wenn ich so lese was Ihr in Deutschland für Pfuscher in den Fachwerkstädten habt, dann kann ich Euch sagen das das hier oben nochmals ein Kvantensprung schlechter ist.Ich ,der sich auch so nenne kann. Dies Autos brauchen Liebe und regelmässigen vernünftigen Service. Ich hatte bisher 2 unplanmässige Zwischenfälle. Am Brera flog der Multiriehmen weg ( Peinlich, da ich gerade einen Auda vernascht hatte, der dann grinsend wieder an mir vorbeifuhr) und am Spider hatte ich im Motoraum einen Kabelbruch am Stecker für die erste Lambdasonde. Der sitzt etwas unglücklich plaziert beim 2,0....ansonsten nur die normalen Service-Arbeiten.
Wenn ich also deine Auflistung so durchlese ....zum einen haste hier und da Pech gehabt, zum anderen war vielleicht die Wahl der Werkstädten und der Ersatzteile, sagen wir mal, unglücklich. Salz haben wir hier reichlich und die Wintersaisong ist viel länger. Zudem lebe ich an der Küste und die Luft ist feucht und salzig. Dehalb reinige ich die Autos öfter mal von unten und wenn notwendig gibts etwas Rostbehandlung. Es lohnt sich schon ab und zu mal die Tapeten in den Radkästen abzunehmen und die Tragarme im Auge zu behalten...dann gibt es keinen Grund das Dir die Kiste untenherum weggammelt.
Ich sehe auch andere Hersteller ab und zu von unten, einen Unterschied zu Alfa habe ich da nicht festgestellt. Entweder man pflegt oder man muss die Rechnungen bezahlen.Die 939 sind in meinen Augen ordentlich zusammengeschraubte Autos.
Und wie du auch schreibst ein lachendes Auge haste ja trotzdem. Stell Dir vor ,Du hast den selben oder ähnlichen Ärger mit einem Auto das Dir sonst nichts vermittelt...dann tränen Dir beide Augen.

guzzi97
19.07.2015, 12:24
Hi,
nu ja, "normale" Verschleißteile und Pech mit einer "unfähigen" Werkstatt.

Bzgl. der Lima, meine hat auch bei ca. 120.tsd den Geist aufgegeben (Dank an BOSCH !!! ).
Die zweite ging nach ca. 5-Tagen defekt, da ich es aber in meiner Werke machen lassen habe,
war klar, wer die Kosten trägt, die Werke bzw. BOSCH, siehe Sachmangelhaftung..
Hat mich nix gekostet und es gar noch einen kostenlosen Leihwagen dazu.

Bzgl. den Bremsen & Scheiben, 100.tsd sind doch ein guter Werk, schau mal bei BMW od. Audi nach,
da sind sie schon nach ~6ß bis 70.tsd km fertig.

Wegen der Bremse hinten, da hat die Werke "geschlampt", anstatt sich den Bremssattel genauer
anzuschauen und ggfs. zu überholen bzw. einen neuen zu verbauen, haben sie ihn wieder eingebaut.
Ganz klare Sache von "unfachmännischen Leuten".

Bzgl. den Trägern, etc. kommt u.a. daher, wie vonLeon sagt, von "nicht durchgeführter" Unterbodenwäsche
nach dem Winter und, und..
Bei meinem letzten TÜV Besuch, hat mich der TÜV-Prüfer auf den "Flugrost" an den Trägern aufmerksam
gemacht und ich solllte alsbald die Sachen "versiegeln", sond droht "Austausch".
Daher, einen Vormittag Zeit in einer Hobbywerkstatt Zeit genommen, alles abgeschliffen, mit entsprechenden
"Rostumwandler" behandelt und dann Unterbodenlack genommen (der speichert keine Feuchtigkeit wie der
übliche Unterbodenschutz).

Wegen den Radbolzen, auch hier kann der "dicke" nix dafür, sondern wiedereinmal die "Bocklosen"
in der Werkstatt, die wahrscheinlich nicht per Hand, sonder direkt mit dem Schrauber die Schrauben
eingedreht haben..

usw..

Bis auf das Getriebe (auch hier wäre z.b. ein Ölwechsel alle ~120.tsd empfehlenswert) sind das alles
Defekte, Mängel, die entweder auf "Bocklose / unfähige" Werkstatt zurückzuführen ist, oder aber
mangelender "Führsorge" dem Auto..

Solche "Mängel" bekommt mann auch bei den "Premiumfahrzeugen", hier gar viel früher..

Wie Eingangs gesagt, der Großteil ist einfach Verschleiß und der Rest..die miese Werkstatt.

Grüße

Boof-Camp
19.07.2015, 14:29
Finde es immer wieder schön zu hören das jemand sein Auto bis auf so eine Laufleistung bringt. �� @guzzi: Gut das du "Getriebeöl" ansprichst, hab oft gelesen das so ein Wechsel für das Getriebe extrem schädlich sei, stimmt wahrscheinlich nicht, oder!?

danny1991
19.07.2015, 22:32
Tut mir echt leid für dich...schon heftig was du da rein stecken musstest.




Was ich immer wieder sage, ein 939 ist unbezahlbar wenn man nicht selbst Hand anlegt. Genau wie es sich zeigt in Deinem Fall.

Da hast du vollkommen recht.

Aber für deinen Alfa hat ja auch n bissl zuviel(?!) gezahlt. Find 16k€ schon n bissl übertrieben.
Meine LiMa ist bei 122k Km langsam verendet. Grünspan bis zum geht nicht mehr.

HuSiVi
20.07.2015, 09:02
solche Erfahrungen habe ich eigentlich nur mit meinen Dienstwagen aus der PRIMIUM RIEGE gemacht.
Meinen Fiatse, Lancias und Alfas haben mir nie unüberwindliche Probleme bereitet.
Ich frage mich dabei nur immer, wenn ich das alles hier so lese, bin jetzt in die letzte Kurve meines irdischen Lebens eingebogen, wer soll das alles Bezahlen?

Froschkönig1985
20.07.2015, 09:49
Der Rost am Fahrschemel und den Schwingen ist ne Peinliche nummer Seitens ALFA. Genauso wie das GM Getriebe und das ZF Lenkgetriebe.

Da müsste es starke Kulanz seitens FIAT geben. Vom Normalfahrer kann man nicht erwarten das er ein 3 Jahre altes auto mal eben nochmal Konserviert.

Die LIMA hat ne "Sollbruchstelle" in der Wicklung. Da kannste dich bei Bosch bedanken. Bei meiner konnte man schön die einkerbung in der Wicklung erkennen. Ebenso bei der Lima meines Bruders die auch nur ca 120.000 km gehalten hat.
Wir haben beide "billig" Nachbauten drin für 80€ und sind zufrieden. Schlechter als die Orginale kann sie unmöglich sein!
Die selbe LiMa ist übrigens auch in Premium Autos und "Testsiegern" verbaut.

Das Lenkgetriebe von ZF ist auch ein Selbstmord Kandidat. Da sind die Schellen an der Manschette der Fehler. Die sind so locker dass Wasser eindringen kann und zur Korrusion führt. Das selbe Lenkgetriebe ist übrigens auch in Premium Autos und "Testsiegern" verbaut.

Klimaanlage ist einfach nur Pech. Meine war auch undicht. Die ALFA Werkstatt meinte nach der Lecksuche dass mein Kompressor zu 99% defekt sei. Eine Zweite Werkstatt meinte der Kompressor hat NICHTS aber mein Kondensator löcher habe und eine dritte Werkstatt sagte mir das alles in ordnung ist ausser ein stück Schlauch für 185€ + 75 € fürs beüllen. Diese dritte werkstatt nahm mich mit zum ableuchten und zeigte mir den kompressor, den Kondensator und den Schlauch.... 260€ Später lief die Klima Perfekt, was sie auch heute noch tut. Also Vorsicht bei Abzocker Werkstätten die dir den Fehler nicht zeigen und erklären können/wollen !

Mit den Bremsen ist das so ne Sache. Die sollte man mal nach 150.000 Km zerlegen und SELBER ORDENTLICH reinigen und mit frischer Bremsflüssigkeit befüllen und entlüften (Ich brauchte ohne Sperzialwerkzeug ca. eine Stunde pro Bremse). Auch den Bremszylinder zerlegen! Du ahnst nicht wie viel "rost-schlamm" untem am Bremskolben rumschwimmt. Den bekommst du nur mit zerlegen wiederraus. aber dann finktioniert alles wieder PERFEKT und zwar Jahrelang.

Im grunde ist der 939 oder jeder ALFA wie ein treuer Hund. Man hat spaß zusammen, man freut sich ihn zu sehen, aber ab und zu muss er mal zum Arzt. Wenn du dich mit ihm beschäftigst, bleibt er länger fit und vital.

guzzi97
20.07.2015, 10:21
@ Boff-Camp : warum soll ein Getriebeölwechsel "schädlich" sein ?
Interessanterweise gibts von GM, für die Opel-Fraktion die Empfehlung, alle ~ 120.tsd od. 10-Jahre
das Öl zu wechseln..nur nicht für AR..seltsam, gelle ?

Nu ja, ich bin mit meinm Dicken gut zufrieden :)